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Erich-Brost-Institut für Journalismus in Europa PDF Drucken

Das Erich-Brost-Institut ist 1991 als gemeinnützige Fördereinrichtung  auf Initiative von Prof. Dr. Gerd G. Kopper durch den Herausgeber und Verleger der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, Erich Brost (1903-1995), als Stiftung aus Privatvermögen gegründet worden.

Erste Zielsetzung des neuen Instituts war es, Netzwerke europäischer Journalistenausbildungseinrichtungen zu entwickeln, den Austausch von Studierenden und Dozenten zu fördern sowie neue Lehr- und Lernformen zu entwickeln. Mit der Vergrößerung des Institutsvermögens durch Zustiftungen wurde es in späteren Jahren möglich,  auch Forschung im Bereich des europäischen Journalismus zu fördern und wissenschaftliche Schriftenreihen zu gründen. Im Zentrum stand, im Rahmen der Vereinigung Europas  europäische Innovationen auch in der Journalistenausbildung und Journalismusforschung voranzutreiben.

Die Erben des 1995 verstorbenen Erich Brost - seine Witwe Anneliese Brost und Rechtsanwalt Dr. h.c. Erich Schumann (verstorben im Januar 2007) - haben zwischen 1999 und 2003 die Stiftungsprofessur Internationaler Journalismus unter besonderer Berücksichtigung Europas am Institut für Journalistik der Universität Dortmund aus ihrem Privatvermögen finanziert. Diese Professur wurde von der Universität Dortmund aufgrund eines 1998 abgeschlossenen Stiftungsvertrages in eine ordentliche Professur überführt und seit Herbst 2006 aus öffentlichen Haushaltsmitteln finanziert. Eine endgültige Besetzung dieser Professur gelang erst zum Sommersemester 2008.

Ferner ist aus den privaten Stiftungsmitteln der Erbengemeinschaft Brost ein eigener Institutsbau auf dem Campus Nord der Universität entstanden und im Sommer 2002 seiner Bestimmung übergeben worden: das Wissenschaftszentrum Erich-Brost-Haus. Die Lehrangebote im Schwerpunkt 8 (Internationaler Journalismus) des Instituts für Journalistik finden hier statt. Das Gebäude ist nach einem Entwurf des Berliner Architekten Harald Meissner in Zusammenarbeit mit dem Instituts-Gründungsdirektor Prof. Dr. Gerd G. Kopper als eigenständig funktionale Einheit speziell für  die Arbeit internationaler Wissenschaftlergruppen mit dem Schwerpunkt Journalismus entwickelt worden. Es verfügt über entsprechende Arbeits-, Redaktions-, Archiv- und Technikräume, einen großen Konferenzsaal mit Einrichtungen für Simultandolmetscher, eine eigene Bibliothek sowie einen Gebäudeflügel mit Arbeitsplätzen für Promotionsgruppen. Ebenfalls vorhanden sind Apartments für Gastwissenschafter. 

Das Wissenschaftszentrum wirkt als Kommunikationszentrum für den internationalen fachlichen Austausch im Journalismus. Dortmund hat sich dabei als logistisch günstiger Drehpunkt zwischen Nord und Süd, aber auch zwischen Amerika, dem Nahen Osten und Asien erwiesen. Die neue Rolle Europas in der internationalen weltweiten Verständigung stellt neue Herausforderungen auch an den Journalismus. Das Erich-Brost-Haus sieht sich in diesem Sinne als Kompetenzzentrum in einem Netzwerk vergleichbarer Zentren weltweit. Gründungs-Geschäftsführer  und erster  Wissenschaftlicher Direktor war  Prof. Dr . Gerd G. Kopper  von 1991 bis 2006. Als Mit-Geschäftsführer wirkte - in der Zeit des Brost-Instituts als unabhängiger privater Fördereinrichtung (bis 2006): Prof. Dr. Hans Bohrmann. In einer Interimsphase  von Herbst 2006 bis Frühsommer 2008 übernahmen die Geschäftsführung: Prof. Dr. Roland Schröder zusammen mit  dem Kanzler der Universität Dortmund, Dr. Roland Kischkel. Seit 2008 liegt die wissenschaftliche Leitung und Geschäftsführung in Händen der im April d. J. erstmalig besetzten Professur für Internationalen Journalismus mit dem Schwerpunkt Europa; diese wird wahrgenommen durch Frau Prof. Dr. Susanne Fengler.  

Das Erich-Brost-Institut für Journalismus in Europa GmbH ist mit Jahresbeginn 2004 durch die Stifterfamilie der Universität Dortmund im Wege der Schenkung übereignet worden. Hauptgesellschafterin des Instituts ist seither die Universität Dortmund, die das Institut in ihrem Sondervermögen führt.