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    IfJ installiert Newsdesk in den Lehrredaktionen PDF Drucken
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    Kooperation vereinbart: Vertreter von Snap Innovation und dem IfJ.
    Die Zukunft des Journalismus ist crossmedial: Mit einem neuen Crossmedia-Ausbildungskonzept bereitet das Institut für Journalistik seine Studierenden auf die Berufswelt vor. Ab dem Sommersemester 2009 lernen die Jung-Journalisten in Deutschlands modernster Crossmedia-Redaktion, Beiträge für Online, Print, Radio und Fernsehen zu produzieren. Das Institut für Journalistik der TU Dortmund unterzeichnete jetzt einen entsprechenden Vertrag mit dem Hamburger Systemintegrator Snap Innovation, der das Projekt technisch unterstützt.

    Herzstück ist ein neu entwickelter Newsdesk: Dort fließen künftig die Inhalte aus den vier Lehrredaktionen des Instituts zusammen. Am Desk entscheiden die Hauptstudierenden in der Rolle der Redakteure, welche Themen wie und für welches Medium aufbereitet werden. Die Grundstudierenden liefern als Autoren und Reporter die Inhalte zu. Dabei sollen die Studierenden lernen, ein Thema für die einzelnen Medienkanäle unterschiedlich zu planen und aufzubereiten. Der Newsdesk geht voraussichtlich im April 2009 in Betrieb.

    An den Planungen für den Newsdesk und das Crossmedia-Konzept war auch eine Gruppe Studierender beteiligt. Zusammen mit Projektleiter Prof. Dr. Günther Rager, Dipl.-Journ. Michael Schulte und Dipl.-Journ. Lisa Griesing entwarfen sie in zwei Semestern ein innovatives Modell, das die Lehrredaktionen des Instituts organisatorisch und inhaltlich miteinander verknüpft.

    Bei der technischen Entwicklung und Umsetzung entschied sich das Institut für Journalistik für das System K4 des Hamburger Hersteller vjoon. Das IfJ beauftragte den K4 Systemintegrator Snap Innovation, in der ersten Ausbaustufe das Redaktionssystem K4 für die neue Studierendenzeitung „pflichtlektüre“ einzurichten. „In den USA nutzen bereits einige renommierte Uni-Zeitungen wie die Yale Daily News und The Daily Pennsylvanian K4“, sagt Andreas Schrader, Geschäftsführer der vjoon GmbH. „In der Zeitungslandschaft der deutschen Universitäten ist das Newsdesk-Projekt der TU Dortmund durchaus Vorreiter und wir sind stolz, damit unseren Beitrag für die Nachwuchsförderung deutscher Journalisten leisten zu können.“

    In der zweiten Stufe installiert Snap Innovation das Asset-Management-System DCX von Digital Collections. Die Datenbank verfügt über eine Schnittstelle zu allen IfJ-Lehrredaktionen. Mit dem integrierten DCX-Themenplaner steuern die Studierenden künftig alle redaktionellen Inhalte über die Datenbank. „Mit der Newsdesk-Lösung verwirklicht die TU Dortmund eine Vision, die in der ganzen Verlagsbranche diskutiert wird. Wir freuen uns, diese Anforderungen in Deutschlands modernster Lehrredaktion umfassend verwirklichen zu können.”

    Profitieren wird auch der landesweite Fernseh-Lernsender, für den das IfJ in diesen Tagen die Projektträgerschaft übernommen hat, und der im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW ab Januar 2009 in Dortmund installiert wird. Auch die Planung der Fernsehbeiträge der TV-Lehrredaktion erfolgt zukünftig in Zusammenarbeit mit dem Newsdesk.

    In der Medienbranche stößt das Dortmunder Newsdesk-Projekt auf großes Interesse. „Mit dem crossmedialen Desk bildet das Institut die Studierenden optimal für die Praxis aus", sagt Ruhr Nachrichten-Chefredakteur, Dr. Wolfram Kiwit. Das Medienhaus Lensing in Dortmund arbeitet im Mantel sowie im Lokalen bereits mit Desks, an denen Kolleginnen und Kollegen Zeitung und Internet bespielen. „Wir sind gespannt auf die Erfahrungen, auch Radio und Fernsehen mit am Desk zu intergrieren. Das ist sicherlich zukunftsweisend und für die Branche interessant."

    Die Journalistik-Fachschaft hat das Crossmedia-Projekt von Beginn an stark unterstützt. „Das IfJ bietet auch zukünftig eine Journalistenausbildung an, die die Herausforderungen des journalistischen Alltags so real wie möglich widerspiegelt und die sonst so nirgendwo anders angeboten wird“, sagt Journalistik-Fachschaftssprecherin Livia Rüger.


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