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    IfJ übernimmt Projekträgerschaft für landesweiten TV-Lernsender PDF Drucken
    Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) beauftragt die Technische Universität Dortmund, einen Fernsehsender aufzubauen, der einen landesweiten Ausbildungs- und Erprobungs-Kanal entwickeln und betreiben soll. Die Medienkommission der LfM beschloss dies in ihrer Sitzung am 12. Dezember 2008. Demnach wird die Projektträgerschaft für den Aufbau und den Betrieb des „NRW-Lernsenders“ an das Institut für Journalistik der TU Dortmund vergeben.

    Der Lernsender ist ein zentraler Bestandteil eines dreijährigen Pilotprojekts der LfM zur Neuausgestaltung des Bürgerfernsehens in NRW, das Anfang 2009 startet. Die Fernsehbeiträge des Lernsenderprogramms sollen im Kern von Lehr- und Lern-Redaktionen und von interessierten Bürgergruppen, über ganz Nordrhein-Westfalen verteilt, zugeliefert werden.
    Die Qualifizierung dieser Zulieferergruppen soll nach Beginn des Pilotprojekts durch die LfM gefördert werden. Darüber hinaus sollen im Programm auch Fernsehbeiträge zu sehen sein, die Studierende und Auszubildende im Rahmen ihrer jeweiligen audiovisuellen Ausbildung produzieren.
    Die Rektorin der TU Dortmund, Prof. Dr. Ursula Gather, begrüßte den Projektauftrag der LfM: „Die TU Dortmund verfügt über ausgeprägtes Know-how sowohl in der praktischen Fernsehausbildung als auch in den nötigen digitalen Medien-, Sende- und Netzwerk-Technologien. Dieses doppelte Know-how werden wir wirkungsvoll für die Ziele des LfM-Pilotprojekts einsetzen.“ Das Projekt passe ideal zum Profil der TU Dortmund, sagte Gather. Ihre zusätzliche neue Rolle als offizielle Leiterin eines TV-Senders übernehme sie gerne. „Welcher meiner Kollegen kann schon behaupten, er sei zugleich auch Chef eines landesweiten TV-Kanals?“, so die Dortmunder Rektorin.

    Der geschäftsführende Direktor des Instituts für Journalistik und Projektleiter, Prof. Dr. Frank Lobigs, zeigte sich von der Vergabeentscheidung erfreut: „Wir sind sehr froh, dass unsere Projektkonzeption die LfM überzeugt hat.“ Es ergebe sich so eine „klassische Win-Win-Situation“: „Weil unser Konzept den Lernsender-Betrieb ideal mit der Fernsehausbildung in den eigenen Studiengängen verbindet, können wir erhebliche Eigenleistungen in das Pilotprojekt der LfM einbringen. Aufgrund der großen Synergien kann das Institut für Journalistik gleichzeitig aber auch die ohnehin schon hohe Qualität und Attraktivität seiner praktischen Ausbildung im Fernseh- und Multimediabereich noch weiter verstärken“, sagte Lobigs.