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Institut für Zeitungsforschung PDF Drucken
Das Institut für Zeitungsforschung ist eine Einrichtung der Bibliotheken der Stadt Dortmund, die eng mit dem Institut für Journalistik kooperiert. Es ist die einzige überregionale Einrichtung der Presseforschung und Pressearchivierung, die sich in Deutschland schwerpunktmäßig dem 19. und 20. Jahrhundert widmet.
Journalistik-Studenten werden die Nähe zum Institut für Zeitungsforschung im Laufe ihres Studiums zu schätzen wissen. Viele Haus-, Diplom- und Studienarbeiten sind mit Hilfe des dortigen Bestandes entstanden und auch die Forschung innerhalb der Journalistik profitiert immer wieder von den publizistischen Schätzen am Königswall 18 gegenüber vom Hauptbahnhof. Professoren am Institut für Journalistik sind deshalb Mitglieder im Vorstand des "Vereins zur Förderung der Zeitungsforschung in Dortmund", der die Arbeit des Instituts ideell und materiell unterstützt. Das geschieht vor allem durch die finanzielle Hilfe bei Forschungsprojekten mit Sach- und Personalmitteln, der Durchführung von Ausstellungen, fachlichen Vortragsreihen und Veröffentlichungen.
Geleitet wird das Institut von Dr. Gabriele Toepser-Ziegert. Bis 2003 war Prof. Dr. Hans Bohrmann Direktor des Instituts. Am 14. Mai 2001 konnte das Institut für Zeitungsforschung der Stadt Dortmund auf 75 Jahre seines Bestehens zurückblicken. Es entstand aus einer Zeitungssammlung des Direktors der ehemaligen Dortmunder Stadtbibliothek, Erich Schulz, die er bereits seit 1907 angelegt hatte. Er hatte frühzeitig den Informationswert von Zeitungen über das Erscheinungsdatum hinaus entdeckt, während die Zeitungswissenschaft noch in ihren Kinderschuhen steckte. 1926 hatte er sich in Verhandlungen mit dem Niederrheinisch-Westfälischen Zeitungsverlegerverein mit seiner Idee durchgesetzt und eine finanzielle Unterstützung bei der Gründung und Erhaltung des Institutes erreicht.
Der Schwerpunkt der laufend gesammelten Zeitungen lag auf den westfälischen Blättern aus der Umgebung. Im Zweiten Weltkrieg wurden 60 Prozent der Bestände des Instituts vernichtet und der Wiederaufbau war angesichts der großen Verluste des Instituts äußerst mühsam. Nach einem neuen Konzept wurde nun der Versuch gemacht, die bestehenden Lücken zu schließen, aber auch Zeitungen, die außerhalb der Grenzen Westfalens erschienen, wurden verstärkt in die Sammlung aufgenommen.
Das Institut für Zeitungsforschung ist weltweit das einzige seiner Art. Im Institut werden historische und aktuelle Zeitungen und Zeitschriften gesammelt. Über 70 Tageszeitungen aus dem deutschsprachigen Raum sowie über 200 Fach- und Publikumszeitschriften werden laufend bezogen und zur Lektüre angeboten. Im Archiv werden über 27.000 Zeitungsbände, 90.000 Mikrofilme (35 mm) von Zeitungen, 33.000 Zeitschriftenbände und 57.000 Bücher zum Thema Massenkommunikationsmittel und Publizistik aufbewahrt. Darüber hinaus gibt es folgende Sondersammelgebiete: Pressefrühdrucke, politische Plakate, Flugblätter, Karikaturen, Märzrevolution 1848, Emigrantenzeitschriften 1933-1945 und journalistische Nachlässe.
Öffnungszeiten:
mittwochs und freitags 10 bis 16 Uhr
dienstags und donnerstags 10 bis 18.30 Uhr
Tel.: 0231/5023221
www.zeitungsforschung.de