Sie befinden sich gerade auf der Seite Home des Instituts für Journalistik der Universität Dortmund.

 
„Journalismus ist zu wichtig, um nicht umsorgt zu werden“ PDF Drucken
programmteam.jpgUnter der Schirmherrschaft von Prinzessin Rym Ali wurde am 10. Mai offiziell das Jordan Media Institute (JMI) in der jordanischen Hauptstadt Amman eingeweiht. Von Seiten der TU Dortmund hatte das Team um Professorin Dr. Susanne Fengler vom Erich-Brost-Institut wesentlich bei der Erstellung des Masterprogramms mitgeholfen. Bei der feierlichen Eröffnung des JMI wurden das Institut für Journalisitik und das Erich-Brost-Institut von Ursula Götz vertreten. Wie das Dortmunder Modell legt auch das JMI einen Schwerpunkt auf die praktische Ausbildung: Die zukünftigen Journalisten werden crossmedial an hochmodernen Newsdesks geschult. Daneben wird besonders Wert gelegt auf Kurse wie Medienethik oder Medienrecht.

Prinzessin Rym, ehemalige CNN-Korrespondentin, hatte sich persönlich für die Einführung des einjährigen Masterstudiengangs eingesetzt. In ihrer Eröffnungsrede unterstrich sie, wie wichtig (aus)gebildete, kritische Journalisten für die Entwicklung der jordanischen Gesellschaft seien: „Journalismus ist zu wichtig, um nicht umsorgt zu werden“, betonte die Prinzessin. Denn nur durch eine solide, unabhängige und verantwortungsvolle Berichterstattung könnten Missstände im Land angeprangert und behoben werden.

Bisher gilt das jordanische Mediensystem als nicht transparent genug. In einer unberechenbaren Rechtslage zensieren sich viele Journalisten oftmals selbst und vermeiden zum Beispiel öffentliches Kritisieren. Daher wird nun gezielt in die Ausbildung junger Journalisten investiert – in der Hoffnung auf gesamtgesellschaftliche Sickereffekte. Mit der Gründung des Jordan Media Institutes ist ein erster wichtiger Schritt getan. Ende September werden Studierende des JMI für ein Summer School Projekt ans Institut für Journalistik nach Dortmund kommen.