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    Musikvideos und Weblogs - Neue Medien als "Präsidentenmacher" PDF Drucken
    Ein „Steinmeier-Girl“, das singend ihre Verehrung für den Kanzlerkandidaten deutlich macht, würde in Deutschland leicht befremdlich wirken. Nicht so in den USA. Barack Obama, Präsidentschaftskandidat der Demokraten hat mit solch einem inoffiziellen Musikvideo im Internet überaus großen Erfolg und liegt derzeit in den Umfragen vor seinem Konkurrenten John McCain. Über die Inszenierung des amerikanischen Wahlkampfes berichtete der USA-Korrespondent des Tagesspiegels, Christoph von Marschall, im Erich-Brost-Haus.

    Als bekennender Obama-Fan und Autor des Buches „Barack Obama. Der schwarze Kennedy“ (Orell Füssli) fällt es dem Journalisten leicht, den Erfolg des Kandidaten in Worte zu fassen: Zum einen seien die politischen Bedingungen in den USA reif für einen Demokraten, zum anderen sei es aber auch sein Auftreten und das immer positive Denken. Als weiterer Faktor zählt für Christoph von Marschall auch der Einsatz von neuen Medien im Internet während des Wahlkampfs. Eine Übertragung der amerikanischen Wahlkampfstrategien auf Deutschland hält der Korrespondent aber nicht für möglich – die Unterschiede im politischen System und der Kultur seien zu groß. „Aber ich wünsche mir für Deutschland mehr Mut“, so von Marschall und denkt dabei beispielsweise an Weblogs der Kanzlerkandidaten.

    Das Gespräch mit Christoph von Marschall moderierte Prof. Dr. Susanne Fengler und war Auftakt der Veranstaltungsreihe „Internationaler Journalismus – Begegnungen im Erich-Brost-Haus“. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Henrich-Böll-Stiftung NRW statt.