| Prof. Dr. Gerd G. Kopper |
|
|
![]() Prof. Dr. Gerd G. Kopper
Universität Dortmund
Institut für Journalistik
44221 Dortmund
Sekretariat Monika Bartholome
Raum 3.414
Emil-Figge-Straße 50 44227 Dortmund Fon: +49 (0)231-755-4152 Fax: +49 (0)231-755-4131
Veranstaltungen: Doktoranden-Colloquium
-
Professur:
Universitätsprofessor für Journalistik, Lehrstuhl für Strukturfragen der Massenmedien (Medienpolitik, Medienökonomie, Medienrecht). Emeritierung Herbst 2006. Fellow der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) 2007. Visiting Scholar der Waseda Universität, Tokio. Leiter einer internationalen Forschungsgruppe für Medienökonomie und Kommunikationsplanung. Forschung und Lehre: Mit dem Lehrstuhl „Strukturfragen der Massenmedien" wurde 1978 die akademische Disziplin der Medienökonomie erstmalig im deutschsprachigen Hochschulsystem im Rahmen einer ordentlichen Professur eingeführt (vgl. Media Economics in Europe 2006, s. u.). Die Bündelung von Politik, Ökonomie und Recht der Massenmedien in einem Schwerpunktbereich hatte zum Ziel, sämtliche für die strukturelle Entwicklung des journalistischen Berufsfeldes relevanten Aspekte integrativ abzudecken. Entsprechend ist die Dynamik technischer Entwicklungen, der Kommunikationspolitik sowie der nationalen und internationalen Gesetzgebung verfolgt, analysiert, in Forschungsprojekten verdichtet und in (immer wieder auch neuartigen) Lehrangeboten ( vgl.Innovation in Journalism Training 1993 u. Europa als Herausforderung 2003 ) umgesetzt und durch wissenschaftliche Beiträge auch aktiv mitgestaltet worden. Forschungs- und Lehrtätigkeit in diesem Gebiet wurden durch Funktionen als Gutachter, Sachverständiger und Berater von Landes- und Bundesregierungen sowie von Regierungen europäischer Nachbarländer, durch wissenschaftliche Innovations- und Evaluationsaufgaben sowie durch den initiierten Auf- und über einen Zeitraum von rd. 15 Jahren folgenden Ausbau des Schwerpunktbereiches Internationaler Journalismus bereichert. Zu den Aufgaben außeruniversitärer Wissenschaftstätigkeit gehörten u. a.: Sprecher der Wissenschaftlichen Kommission zur Begleitforschung des Kabelpilotprojekts Dortmund [vgl. Landesregierung Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): 20 Berichte zur Begleitforschung zum Kabelpilotprojekt Dortmund. Düsseldorf 1988/1989, u. a. zusammenfassender Abschlussbericht der wissenschaftlichen Kommission in drei Bänden]; Mitglied und stellvertretender Vorsitzender der (Länder-) Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF); dort Initiator und erster Vorsitzender der neu eingerichteten KEF-Arbeitsgruppe Methodenentwicklung sowie deren Gutachter (1988-1996); Berater zur Rundfunk- u. allgemeinen Medien- und Datenschutzgesetzgebung sowie an Reformvorhaben im Bereich des Wettbewerbsrechts sowie der Presseförderung. Beteiligt an der Ausgestaltung des Landesrundfunkgesetzes Nordrhein-Westfalen sowie der Gesetzgebung zum Westdeutschen Rundfunk. Sachverständiger in Verfahren am Bundesverfassungsgericht sowie an Obergerichten. Wissenschaftliche Innovationstätigkeit (Ausschnitt): Seit Ende der 1980er Jahre Initiator eines neuen Lehr - und Forschungsschwerpunktes Internationaler Journalismus (Europa) am Institut für Journalistik. Institutionelle Einrichtung des Schwerpunktes 1991 über den Aufbau einer außeruniversitären privaten gemeinnützigen Wissenschaftsfördereinrichtung, des „Erich-Brost-Institut für Journalismus in Europa " (gemeinnützige GmbH-Gründung im März 1991), mit Hilfe einer eingeworbenen Privatvermögensstiftung des Journalisten und Verlegers Erich Brost sowie seiner Erben. Wissenschaftlicher Leiter des Instituts seit Gründung bis September 2006. GmbH-Geschäftsführung (im Ehrenamt) zusammen mit Prof. Dr. Hans Bohrmann (gemeinsame Geschäftsführung bis Jahresende 2004), mit Universitätskanzler Dr. Roland Kischkel (Sparten-Geschäftsführung: Wissenschaft/Programm & Verwaltung/Technik, bis September 2006). Unterstützt wurde der Auf- und Ausbau seit 1991 durch das Instituts-Kuratorium - wichtigstes Entscheidungsorgan der Einrichtung bis Ende 2004 - unter Leitung von Prof. Dr. Kurt Koszyk . Seit 1995/96 Initiative zum Aufbau eines unabhängigen Centre for Advanced Study in International Journalismus (CAS) durch Einwerben einer erneuten privaten Zustiftung der Familie Brost. Ermöglicht wurde damit die Einrichtung einer in Deutschland erstmaligen C4-(Stiftungs)-Professur für Internationalen Journalismus mit dem Schwerpunkt Europa (Laufzeit: 1998/99-2003/4) ferner die Übernahme der Grunderwerbs-, Bau- und Einrichtungskosten für ein speziell auf den Zweck des CAS zugeschnittenen Institutsgebäudes.
Die Konzeption des neuen Institutsgebäudes (Erich-Brost-Haus) erfolgte gemeinsam mit dem Architekten Harald Meissner, BDA, Berlin. Der Bau wurde in privater und gemeinnütziger Trägerschaft auf einem in Erbpacht erworbenen Gelände der Universität Dortmund in Nachbarschaft zum Auditorium Maximum errichtet. Inbetriebnahme im August 2002 u. a. mit dem Ziel - neben der Hauptfunktion CAS - eine institutionelle Plattform für neue Ansätze einer modernen Universitätskultur mit internationalen Zielsetzungen anzubieten; aus diesem Grund besitzt das Gebäude - neben vielen funktionalen Besonderheiten - u.a. eine große Freilichtbühne im Innenhof.
Die gemeinnützige „Erich-Brost-Institut für Journalismus in Europa GmbH" einschließlich Gebäude wurde durch die Stifterfamilie mit Wirkung zum 1.1.2005 der Universität Dortmund durch Schenkung übereignet. Damit endeten die Aktivitäten des „Centre for Advanced Study in International Journalism" (CAS) mit Ablauf September 2006 in Dortmund. Die eingeleitete Arbeit wurde nachfolgend in Form von internationalen Verbundprojekten auch außerhalb Europas fortgesetzt.
Internationale Netzwerkaktivitäten: Im Rahmen des initiierten Schwerpunktes Internationaler Journalismus: u. a. Mitglied des Vorstandes der European Journalism Training Association (EJTA), deren Präsident (1992/93) sowie Gründungsvorstand des European Journalism Centre (EJC), Maastricht; Mitglied staatlicher Evaluierungskommissionen zur hochschulgebundenen Journalistenausbildung und für das Fach Kommunikationswissenschaft der Republik Frankreich; ständiges auswärtiges Mitglied in der staatlichen Akkreditierungskommission Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Republik Polen; Berater der Finnischen Akademie; Fachgutachter der Research, Innovation and Technology Administration (RITA), Regierung Singapur; Sachverständiger im 7. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission sowie für das Departement "Politique Scientifique Fédérale" der Belgischen Nationalregierung (Ministerium für Wissenschaftspolitik, Wirtschaft und Energie, Brüssel); Experte für die Evaluierung von Forschungsprogrammen der National Science Foundation der Republik Bulgarien. Beteiligt an Einzel- und Gruppenprojekten in einer Reihe europäischer und weiter gefasster Forschungsnetzwerke, u. a. im Bereich der Sozialwissenschaften: „Changing Media - Changing Europe" (Verbundprojekt der European Science Foundation) ; Leiter der Wissenschafts-Delegation der Bundesrepublik Deutschland im Forschungsverbund COST A20 ; Initiator und Gründer des Forschungsverbundes ENTIRE (European Network on Trans-Integration Research) sowie von AIM (Adequate Information Management in Europe). Beruflicher Werdegang: Absolvent der Indiana University, Bloomington, Ind., USA (Master of Arts 1965) und der Freien Universität Berlin (Dr. phil. 1967). Zweitstudien: Rechtswissenschaft, Industriebetriebslehre/Business Administration; später: Japanisch (Orientalisches Seminar, Univ. Bonn). Dozent in der Journalistenausbildung ab 1964; Forschungsaufenthalt am CNRS, Paris, 1965; Verlagsredakteur; hauptberuflicher Consultant der OECD, Paris; Planungsbeauftragter der Geschäftsleitung Verlagsgruppe Bertelsmann. In Japan (1972-74) neben Korrespondententätigkeit Gastforscher an der Universität Tokio (Tokyo Daigaku; Arbeitsgruppe Prof. Y. Uchikawa). Sachverständigen- und Beratertätigkeit (Risikotechnologien, Neue Medien, Kommunikationspolitik) in Köln u. Bonn 1974-78. Statt Übernahme von festen Funktionen in der Leitung einer Zeitungsverlagsgruppe in Süddeutschland 1978, Beginn der Hochschullehrertätigkeit ab Oktober im gerade begonnenen Modellversuch einer hochschulgebundenen Journalistenausbildung (Journalistik) in Dortmund. Gastdozenten- und Forschungstätigkeit u. a. an den Universitäten: Bordeuaux, Göteborg, Stockholm, Kattowitz, Gent, Harvard, Tokyo Daigaku, Sophia Daigaku, City U (London), Erasmus (Rotterdam), Grenoble, Waseda (Tokyo). Forschungsprojekte:
Laufende Herausgebertätigkeit:
Mitherausgeber (seit Gründung 2000-2005): Journalism Studies (London), Internationale wissenschaftliche Zeitschrift, Erscheinungsweise: sechsmal im Jahr (seit 2006: Associate Editor).
Herausgeber der wissenschaftlichen Schriftenreihen:
Auswahl wissenschaftlicher Schriften seit 1999
Reporting and Managing European News. Final Report of the Project "Adequate Information Management in Europe" 2004-2007. Bochum 2007
ISBN 978-3-89733-171-6 (Zusammen mit AIM Research Consortium).
Media Economics in Europe . (Informationskultur in Europa , Bd. 5). Berlin 2006. (Zusammen mit J. Heinrich). How are you, Mr. President ? Nachrichtenarbeit, Berufswirklichkeit und Produktionsmanagement an Korrespondentenplätzen deutscher Medien in den USA. Arbeitsbuch für Medienpraxis und Forschung. (Informationskultur in Europa, Bd. 5). Berlin 2006. Understanding the Logic of EU Reporting in Mass Media. Analysis of EU media coverage and interviews in editorial offices in Europe. Adequate Information Management in Europe – Working Papers 2006/1. Bochum 2006. (Zusammen mit AIM Consortium; weitere Forschungsberichte in dieser Reihe, vgl. AIM-Publikationen ). Kulturen des Journalismus und politische Systeme. Probleme internationaler Vergleichbarkeit des Journalismus in Europa – verbunden mit Fallstudien zu Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland. (Informationskultur in Europa, Bd. 3). Berlin 2003. (Zusammen mit P. Mancini). [Journalism Cultures and Political Systems. Problems in Comparing Journalism in Europe – Including Case Studies on Great Britain, France, Italy, and Germany. Co-Author P. Mancini]
Beiträge:
Aktueller Fernsehjournalismus, Industriepolitik und Journalistenausbildung. In: Lothar Hausmann, Sonja Kretschmar, Stefanie Opitz, Horst Röper (Hrsg.): "Wir müssen mehr experimentieren." Journalistenausbildung zwischen Wissenschaft und Praxis. Dortmund 2008. S. 239-264.
From Media Economics in Europe toward European Media Economics. In: Jürgen Heinrich, Gerd G. Kopper (eds.), Media Economics in Europe. Berlin. 2006. S. 229-246.
Work of German Foreign Correspondents in the USA and Internet Based Rationalisation Options. A Case Study at Washington, D. C., USA. In: Gerd G. Kopper (Hrsg.): How are you, Mr. President ? Nachrichtenarbeit, Berufswirklichkeit und Produktionsmanagement an Korrespondentenplätzen deutscher Medien in den USA. Arbeitsbuch für Medienpraxis und Forschung. (Informationskultur in Europa, Bd. 5). Berlin 2006. S. 119-140. Communication Sciences – Instrumentalism vs. Contextualism. In: Gazette vol. 67(2005). S. 565-567. Journalism Eduction and Practice. In: Eric W. Rothenbuhler, Mihai Coman (Eds.): Media Anthropology . Sage, Thousand Oaks, Calif. USA. 2005. S. 309-317. The German Newspaper Industry – Incurable Ills, Magic Cures, Future Options and Missing Strategies. In: Karl Erik Gustafsson, Robert Picard ( eds.): Strategic Responses to Media Market Changes. JIBS Research Reports No 2004-2. Media Management and Transformation Centre. Jönköping International Business School. Jönköping (Sweden). 2004. S. 105-119. Innovation of the Business Model of Local and Regional Newspapers in Germany. Strategic Discussion of a ‘Communal Web Service’ Model. In: Salaverría, Ramón; Charo Sádaba (Hg.): Towards New Media Paradigms. Content, Producers, Organisations and Audiences. Pamplona, Ediciones Eunate o.J. (2004). S. 447- 462. Eurojournalism: Aims and Programs for Future European Journalists. In: Romy Fröhlich, Christina Holtz-Bacha (Hrsg.): Journalism Education in Europa and North America. An International Comparison. Cresskill, N.J. USA, Hampton 2003. S. 285-306. Online Journalism - a Report on Current and Continuing Research and Major Questions in the International Discussion. In: Journalism Studies, 1 (3) 2000, S. 499-512 (Co-Authors: Andrea Czepek, Albrecht Kolthoff). Internationalisierung der Medienindustrie und Digitalisierung. In: G.F. Wirtz (Hrsg.) Handbuch Multimedia. Frankfurt/Main 2003, S. 853-878. [ Internationalizing of the Media Industry and Digitization. In: Handbook Multimedia] Massenmedien in der Volksrepublik China. Arbeitshefte Internationaler Journalismus/ Working Papers in International Journalism, Bd. 2004/2 Dortmund 2004. Zusammen mit Hao Gui u. Kirstin Kupfer. [Mass Media in the Peoples Republic of China. 2 Co-authors] Overcoming Traditional Media Economics in the Era of Multimedia. A Prospective Methodological Case Study. In: Peter A. Bruck (Hrsg.): Understanding the European Content Industries. A Reader on the Economic and Cultural Context of Multimedia. Amsterdam, Berlin, Oxford usw. IOS Press. 2002 S. 15-29. ‚Medienökonomie’ im Zeichen der ‚fünften Gewalt’. Bemerkungen zu Zielsetzungen, Strukturen und Paradoxa der Erkenntnisfindung in einem Fachgebiet mit missverständlicher Bezeichnung. In: Gabriele Siegert (Hrsg.): Medienökonomie in der Kommunikationswissenschaft. Bedeutung, Grundfragen und Entwicklungsperspektiven. Münster 2002. S. 15-25. [Media Economy in the Context of a ‘Fifth Estate’. Notions on Goals, Structures and Paradoxes of Methodological Analysis in a Discipline Operating under Ambiguous Terms] Future Options for Public Service Broadcasting in the Context of Digitization. In: Studies of Broadcasting. NHK (Japan Broadcasting Corporation), Nr. 34, 1999, S. 41-79. |








