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Wie Hintergrundberichte in aktuellen Radiosendungen platziert werden können PDF Drucken

Auch wenn das Radioprogramm immer weniger Hintergrundbeiträge zu sportpolitischen, -ökonomischen oder sonstigen anspruchsvollen Themen zulässt – gute Geschichten, die an die richtige Redaktion adressiert sind, finden immer einen Abnehmer. Das ist die Kernbotschaft von Deutschlandfunk-Sportredakteur Herbert Fischer-Solms an die überraschenderweise überwiegend aus dem Printjournalismus stammenden Teilnehmer des Workshops „Ich bin schon voll? Wie platziere ich Hintergrundberichte in aktuellen Radiosendungen“.

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Herbert Fischer-Solms
Ich bin schon voll. „Diesen Spruch haben viele schon gehört, als sie einen Beitrag angeboten haben“, sagte Herbert Fischer-Solms zu Beginn seines Workshops zum Thema „Wie platziere ich Hintergrundberichte in aktuellen Radiosendungen?“. Viele Hintergrundsendungen von früher sind heute selbst aus dem öffentlich-rechtlichen Programm verschwunden. Trotzdem gebe es nach wie vor die Möglichkeit eigene Beiträge zu platzieren.

Dafür sei aber einiges Engagement seitens der Journalisten nötig. „Das Allerwichtigste ist, dass Sender und Sendestruktur kennenzulernen, bevor man etwas anbietet“, betonte Fischer-Solms mehrfach. Dann müsste man überlegen, welche Themen ein interessantes Zusatzangebot für den Sender sein könnten, das heißt dass sie auf ein breites Zuschauerinteresse stoßen. Dabei biete es sich oft an, die überregionale Diskussion auf die lokale Ebene zu transportieren.

 Große Technik sei für die Verbreitung der eigenen Produktionen gar nicht notwendig: Die Redaktionen würden auch Beiträge verwenden, die im MP3-Format produziert sind und somit von überall auf der Welt aus versendet werden können. Wichtiger als Investition in Technik sei dagegen für den Anbieter von Hörfunk-Hintergrundberichten, sich Spezialwissen auf einem Gebiet anzueignen, um über dieses kompetent berichten zu können.

 Auch auf die Unsicherheit einiger anwesenden Printjournalisten darüber, was sie mit für den Hörfunk geeigneten Zeitungsgeschichten machen sollten, ging Fischer-Solms ein: „Man sollte sich auf keinen Fall scheuen, diese Geschichten dem Rundfunk anzubieten. Ist das Interesse da, bekommt man entweder einen Schnittraum mit technischer Unterstützung oder man versucht es am besten einfach selbst.“ Jetzt liegt es nur noch an den Workshopteilnehmern, ihre Pläne mit Fischer-Solms Tipps im Rücken zu verwirklichen.

 Manuela Harant