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Sport-Berichterstattung im TV: Information, Unterhaltung oder Infotainment? PDF Drucken

Dass es um die Frage der Unterhaltung im Sportjournalismus geht, verriet schon der phantasievolle Titel „Wenn Uhrmann, Schmidt und Co. die Vogelgrippe bekommen“ des Workshops von Freelancer Florian Peter mit dem Untertitel „Information, Unterhaltung und Infotainment im TV-Sport“. Seine 2006 gefertigte Diplomarbeit zu diesem Thema untersuchte die Berichterstattung von ARD, ZDF und RTL zum Weltcup im Skispringen in der Saison 2005/06.

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Florian Peter stellte seine Diplomarbeit vor
Die essentiellen Erkenntnisse aus der quantitativen Inhaltsanalyse innerhalb der Arbeit seien, dass ARD und ZDF relativ knapp über  Skispringen berichten und RTL dagegen die Sportveranstaltung zu einem Event hochstilisiert. Nicht umsonst sprach der Sender in diesem Zusammenhang auch einmal von der „Formel 1 des Wintersports“, bemerkte einer der rund 25 Workshopteilnehmer an. Aus Fakten wie dem Einsatz von Musik, viel Bewegung im Bild und der Verwendung eines saloppen Sprachstils schließt der Diplom-Journalist Florian Peter auf eine sehr unterhaltende Präsentationsform.

Dabei sei auch klar, dass die Übertragungsform und -dauer vor allem von dem Abschneiden der deutschen Athleten abhinge, aber auch von besonderen Veranstaltungen wie der Vierschanzentournee. Auch würden sich die öffentlich-rechtlichen Sender in Sachen Machart der Beiträge und sprachlicher Gestaltung dem Privatsender RTL annähern.

Gemeinsam mit den Teilnehmern wurde schließlich noch diskutiert, ob der Erfolg von Sendungen zu der jeweiligen Sportart tatsächlich nur von den Erfolgen deutscher Athleten abhängen oder ob noch mehr dazugehört, um auch Wettkämpfe jenseits des Fußballs erfolgreich senden zu können. Bei Beachvolleyball sei es RTL schließlich nicht gelungen, weshalb man künftig auch gespannt sein dürfte, was der Sender zum Beispiel aus dem Erwerb der Übertragungsrechte für die Handball-WM 2009 in Kroatien macht.

Manuela Harant