| Symposium für Prof. Kurt Koszyk - Minister gratuliert mit 218.000 Euro |
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Mit einem Symposium „60 Jahre Pressefreiheit“ ehrten die Fakultät Kulturwissenschaften und das Institut für Zeitungsforschung der Stadt Dortmund am Freitag (6. November) den Gründer des Instituts für Journalistik der Dortmunder Universität, Prof. Kurt Koszyk, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feierte. Auch NRW-Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart war aus Düsseldorf angereist, um Koszyk, einem der bedeutendsten deutschen Kommunikationswissenschaftler, persönlich zu gratulieren. Ferner galt es, den 1000. Absolventen des Instituts für Journalistik zu ehren. Der Minister war nicht ohne Präsent gekommen. Er überreichte dem Institut, das Koszyk 1976 aus der Taufe gehoben hatte, einen Bewilligungsbescheid über 218.000 €. Die Mittel sind für die Einrichtung eines gemeinsamen Newsdesk-Systems für Fernsehen, Radio, Print- und Onlinemedien in den Lehrredaktionen gedacht, mit dem die praktische Ausbildung der Journalistik-Studierenden weiter verbessert werden soll.
Zu Kurt Koszyk Prof. Dr. Kurt Koszyk wurde am 31.05.1929 in Dortmund – Sölde geboren. Nach seiner Schulzeit in Dortmund studierte er in Münster und München Publizistik und Englische Philologie. Bei Karl d` Ester, einem Mitbegründer der Zeitungswissenschaft, promovierte er 1953 mit einer historischen Arbeit über die Geschichte der Sozialdemokratischen Presse im Ruhrgebiet. 1957 ernannte ihn die Stadt Dortmund zum Leiter des 1926 gegründeten Instituts für Zeitungsforschung, das trotz teilweiser Zerstörung im Krieg eine der größten deutschen Zeitungssammlungen bietet. Koszyk war in der damaligen wissenschaftlichen Szene der jüngste Institutsdirektor. 1968 habilitierte er sich über die Pressepolitik im Ersten Weltkrieg an der FU Berlin und erhielt danach einen Ruf an die Ruhr-Universität Bochum als Leiter der Sektion Publizistik, wo er fünf Jahre blieb, bevor er erneut die Leitung des Instituts für Zeitungsforschung übernahm. Der damalige NRW-Wissenschaftsminister Johannes Rau berief Koszyk zum Leiter einer aus Wissenschaftlern und Praktikern der Medien zusammengesetzten Planungskommission für einen neuartigen Studiengang Journalistik. 1977 wurde Kurt Koszyk Gründungsprofessor dieses Studiengangs an der PH Hochschule Ruhr, Abteilung Dortmund (heute Institut für Journalistik der TU Dortmund). 1992 wurde Koszyk emeritiert. Er lebt in München. Zum Symposium „60 Jahre Pressefreiheit“ Die Pressefreiheit in der Bundesrepublik ist etwas jünger als das Grundgesetz. Im Herbst 1949 hoben die Alliierten die Lizenzpflicht für Zeitungen auf. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, eine der ersten ohne Lizenz gegründeten Zeitungen im Nachkriegsdeutschland, startete mit der Ausgabe vom 1. November 1949. Seitdem hat der Journalismus zur Entwicklung der deutschen Gesellschaft beigetragen - im Großen und Ganzen eine Erfolgsgeschichte. Neben Sternstunden wie der Stärkung der Medien nach der Spiegel-Affäre, der intensiven Berichterstattung über die NS-Prozesse oder der blühenden Publizistik nach dem Ende des SED-Regimes in der DDR gab es allerdings auch Tiefpunkte wie die Publikation der gefälschten Hitler-Tagebücher oder die Fernseh-Berichterstattung über die tödliche Geiselnahme von Gladbeck. Das Symposium gab einen Überblick über solche Sternstunden und Tiefpunkte, aber auch die alltäglichen Leistungen und Fehlleistungen von Journalisten in sechs Jahrzehnten. Dazu berichteten ältere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Fakultät Kulturwissenschaften der TU Dortmund und eingeladene Gäste von ihren Erinnerungen und Erfahrungen. Den Impulsvortrag hielt der frühere WDR-Intendant Friedrich Nowottny, der 2009 ebenfalls seinen 80. Geburtstag feiern konnte. Zum 1000. Absolventen David Hebing (32) ist der 1000. Absolvent des Instituts für Journalistik. Bis zum 30.09.2009 studierte er an der Dortmunder Universität, wo er sein Studium mit einer Diplomarbeit zum Thema „Regionalisierung beendet – und jetzt?" abschloss. Wie sich der Westdeutsche Rundfunk mit seiner aktuellen regionalen Fernsehberichterstattung im Wettbewerb mit anderen Anbietern einschätzt“ abschloss. Der aus Münster stammende Hebing ist im privaten Hörfunk in Nordrhein-Westfalen groß geworden und war unter anderem als Redakteur vom Dienst, Moderator, Nachrichtenredakteur und Reporter tätig. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 kommentierte er für Radio NRW und RTL-Radio Deutschland diverse Spiele. 2007 wechselte David Hebing als freier Journalist zum WDR-Fernsehen nach Bonn. |
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