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Trump - Was tun?

Die US-Präsidentschaftswahl bewegt auch in Deutschland viele Menschen. Grund genug, eine Runde aus Experten der TU-Dortmund zusammenzustellen und über den Ausgang der US-Wahl mit Studierenden zu diskutieren. Mit dabei auch Journalistik-Professor Dr. Henrik Müller. Sandra Schaftner hat zugehört.

Seit dem 9. November steht fest, dass Donald Trump der nächste US-Präsident wird. Noch Tage später beherrscht der Ausgang der US-Wahl die Schlagzeilen. Und anscheinend fragen sich auch viele TU-Studierende: Wie geht es jetzt weiter? Der Hörsaal II ist bis auf den letzten Platz und darüber hinaus mit Menschen gefüllt, die vier Experten zuhören: Prof. Walter Grünzweig vom Institut für Anglistik und Amerikanistik, Politikwissenschaftler Prof. Christoph Schuck, Prof. Henrik Müller vom Institut für Journalistik und Prof. Kristian Kersting von der Fakultät für Informatik.

Für alle vier ist klar: Der Ausgang der Wahl war ein Schock. „Ich bin um etwa drei Uhr aufgewacht, habe die Tendenz der Wahl gesehen und habe dann kein Auge mehr zugetan“, erzählte Prof. Schuck. Prof. Grünzweig hatte vor der Wahl in einem Medieninterview einen Sieg Clintons vorausgesagt – „Einfach weil ich es selbst glauben wollte“, sagte er.

Doch wie kam es so weit? Die Experten sahen drei zentrale Veränderungen, die im Vergleich zu früher Populismus begünstigen. Laut Prof. Grünzweig habe sich die Gesellschaft an sich verändert, Prof. Müller meinte, die Medien haben sich verändert. Früher hätten die Leitmedien entschieden, welche Informationen an die Öffentlichkeit geraten. Heute könnten sich Populisten über die sozialen Netzwerke selbst an die Bürgerinnen und Bürger wenden. Prof. Kirsting schließlich sagte, dass den Menschen die Komplexität der Welt immer mehr bewusstwerde – und sie damit überfordert seien.

Die Populisten reduzieren die Komplexität in großem Maße – und ebenso gefährlichem Maße, erläuterten die Experten. „Trump erklärte die chinesische Konkurrenz und Mexiko zu Feinden. Und er zeigt eine ganz einfache Lösung für dieses Problem: Einfuhrzölle und eine Mauer.“

Laut Schuck werden wir auch bei der Wahl in Deutschland im kommenden Jahr populistischen Methoden begegnen. Er ermutigte deshalb die Zuhörer, sich zu engagieren.

Viele Studierende und TU-Mitarbeiter interessierten sich für die Meinung der Experten zur US-Wahl. Foto: Sandra Schaftner

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