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Exkursion: Europäische Migrationspolitik im Brennglas

Kürzlich haben Studierende des Instituts für Journalistik zusammen mit den Lehrenden Prof. Dr. Susanne Fengler und Isabella Kurkowski eine von Promos geförderte Exkursion nach Kroatien und Bosnien-Herzegowina unternommen und dabei tiefe Einblicke in die Migrationspolitik der Region bekommen.

Die Studierenden haben sich vor, während und nach der Reise zum einen intensiv mit der politischen Situation in den Zielländern und zum anderen mit dem Thema Migrationsberichterstattung auseinandergesetzt.

Vorab haben sie in einem Vorbereitungsseminar ihre Rolle als Journalist:innen im Kontext Flucht und Migration reflektiert und stellten sich die folgenden Fragen: „Aus welcher Position heraus berichten wir und wie können wir der Verantwortung als Medienschaffende gerecht werden? Welche Wörter sollten wir bei diesem Thema verwenden, welche hingegen diskriminieren oder verfestigen Vorurteile? Wo finden wir verlässliche Zahlen und Daten zum Thema Flucht und Migration?“

Vor Ort haben sich die IJ-Studierenden gemeinsam mit Studierenden der Fakultät Politikwissenschaft der Universität Zagreb mit der Situation Geflüchteter in Kroatien und Bosnien-Herzegowina beschäftigt. Im Geflüchteten-Camp Lipa an der EU-Außengrenze und im Aufnahmezentrum im bosnischen Ušivak haben sie mit Geflüchteten über ihre Situation gesprochen, zudem in beiden Ländern mit Vertreter:innen des Roten Kreuz. In Zagreb haben sie die NGO „Are Your Syrious“ in besucht, die Geflüchteten Unterstützung anbietet und mit ihnen gemeinsam einen Laden betreibt.

Ein entscheidender Unterschied zwischen der Situation in den beiden Ländern ist, dass Kroatien seit 2013 EU-Mitglied, Bosnien-Herzegowina aber nicht Teil der EU ist. Kroatien ist damit für viele Menschen auf der Flucht der erste Eintritt in die EU. Wie die Studierenden in ihren Gesprächen erfahren haben, geht die kroatische Grenzpolizei häufig sehr gewaltsam gegen die Geflüchteten vor, um sie vom irregulären Grenzübertritt abzuhalten.

Exkursionsteilnehmerin Kathrin Wesolowski, die zurzeit ihren Master am IJ macht, hat für die Deutsche Welle mit einer Vertreterin der NGO „Are Your Syrious“ und mit Geflüchteten an der bosnisch-kroatischen Grenzen über ihre Erfahrungen gesprochen und einen Online-Beitrag sowie einen TV-Beitrag veröffentlicht.

Die Seminarteilnehmenden aus Kroatien haben einen weiteren Filmbeitrag über das Geflüchteten-Camp Lipa auf Kroaitsch und Englisch erstellt, der auf YouTube zu sehen ist. 

Während der Exkursion haben die Studierenden tiefe Einblicke in die Migrationspolitik der Region bekommen, so dass sie Ereignisse rund um dieses Thema in ihrer künftigen Arbeit besser einordnen werden können. Die Reise wurde aus PROMOS-Mitteln, dem Mobilitätsprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD), finanziert.

 

 

 

 

Auch ein Besuch beim kroatischen öffentlich-rechtlichen Sender HRT gemeinsam mit den kroatischen Studierenden stand auf dem Programm. Foto: Charlotte Groß-Hohnacker

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