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Symposium zu Ehren von Institutsgründer Kurt Koszyk

Mit einem Symposium hat das Institut für Journalistik (IJ) am 12. November Leben und Werk seines im Januar verstorbenen Gründervaters Prof. Dr. Kurt Koszyk geehrt. Im Erich-Brost-Institut ließen Weggefährten, Schüler und Kollegen sein Werk und Wirken für das Fach, das Institut für Journalistik und die Journalistenausbildung Revue passieren. Zu den Gästen des Symposiums gehörte auch der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Georg Schütte – auch er ein Absolvent des Dortmunder Studiengangs und Schüler Kurt Koszyks.

 

Prof. Dr. Susanne Fengler, geschäftsführende Direktorin des Instituts für Journalistik, betonte, dass Kurt Koszyk in Dortmund in vielerlei Hinsicht Pionierarbeit geleistet habe: So 1957 als damals erst 28-jähriger Leiter des Instituts für Zeitungsforschung, das er zur führenden Sammlung für Printmedien in Deutschland ausbaute, sowie ab 1975 bei der Entwicklung des „Dortmunder Modells der Journalistenausbildung“, einer Ausbildung von Redakteuren auf wissenschaftlicher Basis, die sowohl in der Wissenschaft als auch in Redaktionen anfangs auf eine große Portion Skepsis stieß.

Anlässlich des Symposiums würdigten Prof. Dr. Rudolf Stöber von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und Prof Dr. Josef Seethaler von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kurt Koszyks Schaffen als Pressehistoriker. Mit seinem Hauptwerk, der mehrbändigen Geschichte der deutschen Presse, die er 1986 mit „Pressepolitik für Deutsche. 1945 - 1949" abschloss, habe Koszyk Maßstäbe gesetzt und sei sowohl im Fach als auch über sein Fachgebiet hinaus bis heute einflussreich geblieben.

Prof. Dr. Stephan Russ-Mohl, Professor für Journalismus und Medienmanagement an der Università della svizzera italiana in Lugano, beschrieb Kurt Koszyk als Gründervater der Journalistik in Deutschland und betonte, wie wichtig es gerade in heutigen Zeiten des Umbruchs in der Medienlandschaft sei, sich für Qualitätsstandards in der Journalistenausbildung einzusetzen. Mehr als 1.000 Absolventen haben in den vergangenen 40 Jahren ihr Dortmunder Journalistik-Studium als Sprungbrett in die Medienwelt genutzt, darunter auch Sigrun Müller-Gerbes, Redakteurin bei der Bielefelder Tageszeitung „Neue Westfälische“, Friedrich Roeingh, Chefredakteur der „Allgemeinen Zeitung“ in Mainz, Jörg Schönenborn, Fernsehdirektor des WDR, und Dr. Thomas Schiller, Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes (epd). In einer Diskussionsrunde erinnerten sie sich an ihr eigenes Journalistik-Studium unter Kurt Koszyk.

 

Das Anliegen von Kurt Koszyk, Theorie und Praxis konsequent miteinander zu verbinden, motiviert auch das European Journalism Observatory (EJO), dessen deutscher Projektpartner am Erich-Brost für internationalen Journalismus angesiedelt ist. Das EJO hat es sich zum Ziel gesetzt, den Austausch zwischen Kommunikationswissenschaftlern und Medienpraktikern zu fördern und einen verständlichen Transfer von praxisrelevanten Forschungsergebnissen zu leisten. Im Rahmen des Gedenksymposiums verliehen Susanne Fengler in ihrer Funktion als Leiterin des Dortmunder EJO-Teams und Tina Bettels-Schwabbauer, leitende Redakteurin der deutschen EJO-Seite, daher den EJO-Preis für die beste Forschungsvermittlung in journalistischer Form. Die Auszeichnung ging an Silke Fürst, Diplomassistentin am Departement für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (DCM) der Universität Fribourg (Schweiz), für ihren Beitrag „Die Klickzahlen-Falle: Warum Klickzahlen den Journalismus verändern – und die Nutzer unverstanden bleiben“

Sigrun Müller-Gerbes, Redakteurin bei der Tageszeitung „Neue Westfälische“, Dr. Thomas Schiller, Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes (epd), Jörg Schönenborn, Fernsehdirektor des WDR, und Friedrich Roeingh, Chefredakteur der „Allgemeinen Zeitung“ in Mainz, erinnerten sich in einer Diskussionsrunde an ihr Journalistik-Studium unter Kurt Koszyk.

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