Zwei Workshops mit ij-Beteiligung bei DGPuK-Jahrestagung

Im Rahmen der 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft werden auch zwei Workshops an der TU Dortmund angeboten.

Eine Anmeldung zu den Workshops ist noch bis zum 30. November 2021 unter dgpuk22.de/anmeldung möglich. Die Workshops werden am Dienstag, den 22.02.2022, von 11 - 16 Uhr stattfinden. Wenn das Pandemiegeschehen kein Präsenztreffen zulässt, wird der Austausch virtuell über Zoom erfolgen. Eine DGPuK-Mitgliedschaft ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Forschungsethik in der wissenschaftlichen Praxis – Hemmschuh oder Qualitätsmerkmal?

Ziele des Workshops sind der Austausch und die gemeinsame Diskussion von forschungsethischen Dilemmata in der empirisch forschenden Kommunikations- und Medienwissenschaft. Als Reflexionsgrundlage wird der rhetorische, fallbezogene Ansatz von McKee und Porter (2009) vorgestellt, der bei ethischen Entscheidungsprozessen auch explizit methodische Überlegungen miteinbezieht. Auf dieser Basis werden aktuelle und potentielle Entscheidungssituationen gemeinsam diskutiert – im besten Fall auf der Grundlage konkreter Fragen und Fallbeispiele, die die Teilnehmenden selbst in den Workshop einbringen. Dadurch kann eine offene und konstruktive Diskussion entstehen, die zur Entwicklung möglicher Lösungsansätze der verschiedenen forschungsethischen Dilemmata beiträgt. Veranstaltet wird der Workshop vom FeKoM-Projektteam rund um Prof. Wiebke Möhring.

Das Verhältnis von Journalismus und Politik auf der Probe: Sprechen über gegenseitige Erwartungen und Kritik als Grundlage für einen „Journalismus der Zukunft“?

Die Art und Qualität der öffentlichen Kommunikation hat einen großen Einfluss auf die Demokratie. Wenn sich diese Kommunikationsarchitektur einer Gesellschaft verändert, kann das gravierende Folgen haben – ist sie dann noch tragfähig? Wo sind schon heute Risse auszumachen? Das Forschungsteam um Michael Steinbrecher befragt mit dem Ziel der Beantwortung dieser Fragen seit 2018 unterschiedliche Akteure der öffentlichen Kommunikation, darunter Journalisten, das Publikum und Politiker. Die multiperspektivische Langzeitstudie 'Journalismus und Demokratie' soll Impulse für den Dialog über die Zukunft des Journalismus eröffnen und Erkenntnisse darüber liefern, in welcher Kommunikationsarchitektur der Diskurs der Zukunft ablaufen wird. Erste Ergebnisse einer Befragung unter Journalist*innen und einer Befragung unter Politikerinnen und Politikern geben schon jetzt recht konkrete Anhaltspunkte, um über diese Fragen nachzudenken. In einem Workshop sollen erste Ergebnisse der Studie 'Journalismus und Demokratie' diskutiert und eine darauf basierende Skizze eines Journalismus und einer Kommunikationsarchitektur der Zukunft entworfen werden. Die Teilnehmenden erarbeiten anhand der vorliegenden Auswertungen Modelle für mögliche Gründe, absehbare Folgen, den Umgang mit den bereits vorhandenen Rissen des kommunikativen Verhältnisses zwischen Politikern und Journalisten und einer Utopie für ein funktionierendes gesellschaftliches Kommunikationsmodell.