Zur Startseite
Link zur Startseite der Technischen Universität Dortmund

Das Phänomen Donald Trump: Was können die Medien aus der US-Wahl lernen?

Donald Trump wird der neue Mann im Weißen Haus. Welche Rolle haben die Medien in diesem außergewöhnlichen Wahlkampf gespielt? Wie konnte Trump gewinnen, obwohl sich die traditionellen Medien anders als in jedem amerikanischen Wahlkampf zuvor einseitig gegen Trump ausgesprochen haben? Über diese und weitere Fragen diskutieren am Dienstag, 6. Dezember, von 16 bis 18 Uhr (ehemalige) US-Korrespondenten und amerikanische Deutschland-Korrespondenten im Erich-Brost-Institut (EBI) für internationalen Journalismus der TU Dortmund.

 Die Medienschaffenden müssen sich fragen, ob sie mitverantwortlich für den Erfolg Donald Trumps sind. Trump nutzte die sozialen Medien aktiv für sich und machte Stimmung gegen das ‚Medien-Establishment’. Er und seine Anhänger stellen eine Verschwörung der Presse in den Raum und setzen auch nach dem Wahlsieg auf Anti-Mainstream-Medien in ihrer Öffentlichkeitsarbeit.

Haben die negative Haltung vieler traditioneller Medien und die Prognosen der Demographen viele seiner Wähler gar erst mobilisiert? Die Diskrepanz zwischen dem medialen Urteil und der Wahlentscheidung der Mehrheit der US-Amerikaner wirft zudem die Frage nach dem Grund für die falsche Einschätzung der Medien im Hinblick auf den Ausgang der Wahl auf. Haben Journalisten in den USA den Draht zu weiten Teilen der Gesellschaft verloren und ließen sich stattdessen von einem pseudorationalen Glauben an die statistische Vorhersagekraft leiten? Sind nicht gerade die mediale Fassungslosigkeit, das Entsetzen und der Unglaube vieler Berichterstatter nach Trumps Sieg ein Indiz dafür? Und handelt es sich bei der scheinbar autistischen Sicht der Journalisten gar um einen globalen Trend, in dem die Journalisten und Politiker in einer eigenen elitären Blase – abgekoppelt vom Großteil der Bürger – leben? Welche Lehren müssen die Medienschaffenden daraus ziehen und wie kann der Prozess der Selbstreflexion beginnen?

Podiumsdiskussion mit:

  • Fritz Pleitgen, Journalist, ehem. WDR Intendant (1995-2007), ehem. ARD Washington-Korrespondent (1982-1987)
  • Gerald Baars, Journalist, Leiter des WDR Studios Dortmund, ehem. ARD New York-Korrespondent (2000-2006)
  • Michael Knigge, Journalist, Redakteur mit Schwerpunkt transatlantische Berichterstattung, Deutsche Welle Nachrichtenabteilung, berichtete zur Wahl aus den USA
  • Melissa Eddy, Journalistin, Berlin-Korrespondentin der New York Times (seit 2012), zuvor Deutschland -Korrespondentin der AP
  • Dr. Leonard Novy, Politikwissenschaftler, Leiter Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik (Köln). Zuhörer sind willkommen, die Teilnahme ist kostenlos.
X

Wir verwenden Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige sind notwendig, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.