Seit 20 Jahren bildet das Ausbildungszentrum gemeinsam mit der Beufsgenossenschaft für Medienerzeugnisse Journalisten aus Deutschland aus. Ziel ist es, Medienvertretern eine Hilfestellung für den persönlichen Selbstschutz zu geben - vor allem für solche, die in Krisen- und Kriegsgebieten eingesetzt werden sollen, wo es erhebliche Gefahren gibt. Die TeilnehmerInnen werden hierbei bewusst in Gefahrensituationen gebracht und mögliche Vermeidungsstrategien werden aufgezeigt. Auch die Erstversorgung von "Verwundeten" gehört dazu.
Im Seminar "Journalismus und Trauma" beschäftigen sich IJ-Studierende mit solchen Gefahren - z. B. schweren Verkehrsunfällen, Hochwasser oder traumatisierte Opfer von Gewalttaten. Besonders wichtig ist dabei der Umgang mit Opfern, Augenzeugen und Hinterbliebenen. Diese Fähigkeiten werden in den meisten journalistischen Studiengängen so gut wie nicht behandelt. IJ-Mitarbeiter und Leiter der Lehrredaktion Online Tobias Schweigmann ist es deshalb besonders wichtig, dass die Studierenden die Möglichkeit bekommen, solche Kompetenzen auszubilden. „Es gibt Dinge, die ich nur schlecht in einem Seminarraum einer Universität vermitteln kann. Im Vereinte Nationen Ausbildungszentrum in Hammelburg erhalten meine Studenten die Gelegenheit, selbst festzustellen, wie Menschen unter Stress reagieren. Das ist für eine Berichterstattung aus einer Krisensituation oder einem Krisengebiet enorm wichtig, um eine professionelle Distanz wahren zu können oder sich bewusst zu werden, dass diese Distanz unter bestimmten Umständen nicht mehr aufrechterhalten werden kann“, sagt Tobias Schweigmann.
Das Seminar findet in regelmäßigen Abständen für IJ-Studierende statt. Dazu beachten Sie bitte die aktuellen Lehrpläne. Diese finden Sie hier.