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Neuer Master Wissen­schafts­kommunikation und Medienkompetenz gefördert

Das Institut für Journalistik setzt neue Impulse in der Ausbildung zur Wissenschaftskommunikation: Für die Entwicklung des Studiengangs erhält die TU Dortmund im bundesweiten Förderwettbewerb der Stiftung Innovation in der Hochschullehre mehr als 1,8 Millionen Euro. Geleitet wird das Projekt von Prof. Holger Wormer vom Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus am Institut für Journalistik gemeinsam mit Partner:innen aus Lehrkräftebildung, Weiterbildung, Wissenschaftsmanagement sowie Wissenschafts- und Techniksoziologie.

Der geplante Studiengang soll Absolvent:innen qualifizieren, die als Multiplikator:innen ein Verständnis wissenschaftlicher Prinzipien in der Gesellschaft vermitteln. Dies können zum einen Lehrkräfte sein, die Schüler:innen dazu befähigen, zwischen wissenschaftlichen Daten, verlässlichen Informationen aus verschiedenen Quellen und nur vermeintlichen Fakten zu unterscheiden. Zum anderen können dies auch Personen aus dem Wissenschaftsmanagement sein, die z.B. in Politik, Verwaltung oder Forschungsförderung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen umgehen, einschließlich ihrer Entstehung und Unsicherheiten. Die Vermittlung entsprechender Kompetenzen wird zunehmend relevant, da viele Informationen nicht mehr redaktionell durch journalistische Medien geprüft werden, sondern sich durch eine Vielzahl von Kanälen auf digitalen Plattformen direkt verbreiten – zusammen mit oft gezielter Desinformation. Um weiterhin eine fundierte demokratische Meinungsbildung zu gewährleisten, soll daher die Urteilsfähigkeit der Mediennutzer:innen über verschiedene Multiplikator:innen systematisch gestärkt werden,  

Das Vorhaben baut dabei auf der mehr als zwanzigjährigen Erfahrung der TU Dortmund im Bereich Wissenschaftsjournalismus auf – und verknüpft diese mit Schwerpunkten der Universität in der Lehrkräftebildung sowie in der Weiterbildung. Während der vierjährigen Förderung durch die Stiftung soll das Curriculum für die entsprechenden Hauptzielgruppen bedarfsgerecht entwickelt werden: für (angehende) Lehr- und Führungskräfte in Schule und Weiterbildung sowie für Personen, die sich für Arbeitsfelder im Wissenschaftsmanagement oder der Wissenschaftspolitik weiterqualifizieren wollen. 

Studiengang kann auch als berufsbegleitendes Zertifikat absolviert werden

Der geplante Studiengang schließt damit eine Lücke im Bildungsangebot, denn keine deutsche Hochschule verfügt bisher über ein solches Angebot, das Wissenschafts-, Daten-, KI- und Medienkompetenz in einem integrativen Modell einer „Informationsbeurteilungskompetenz“ vermittelt. Darüber hinaus soll das Angebot auch dadurch Modellcharakter entwickeln, dass das Curriculum nicht nur als vollwertiger Masterstudiengang absolviert werden kann, sondern auszugsweise auch als berufsbegleitendes Zertifikat. Dafür beabsichtigt die TU Dortmund eine geplante Novellierung des Hochschulrechts in NRW zur Förderung entsprechender „Microcredentials“ zu nutzen und so die Hochschule als Ort des lebenslangen Lernens zu stärken.

Geleitet wird das Projekt von Prof. Holger Wormer vom Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus zusammen mit Prof. Bernadette Gold für den Bereich Lehrkräftebildung sowie Prof. Uwe Wilkesmann und Prof. Cornelius Schubert, die ihre Expertise im Bereich Weiterbildung, Wissenschaftsmanagement sowie Wissenschafts- und Techniksoziologie einbringen. Als weitere wissenschaftliche Kooperationspartner sind das Center for Advanced Internet Studies (CAIS) sowie das Rhine Ruhr Center for Science Communication Research vorgesehen. Aus der Praxis ist u.a. eine Zusammenarbeit mit Wissenschaft im Dialog, dem Science Media Center Germany und der Wissenschaftspressekonferenz geplant. 

Insgesamt starten dieses Jahr 37 Projekte in ganz Deutschland, die unter den mehr als 200 Einreichungen im Förderwettbewerb der Stiftung Innovation in der Hochschullehre ausgewählt wurden. Gemeinsames Ziel ist es, Lehrangebote zu konzipieren, die Studierende als künftige Verantwortungsträger:innen stärken und dabei das Zusammenwirken von Wissenschaft und Gesellschaft in den Mittelpunkt rücken. 

© Mudassar Iqbal / Pixabay

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