Seit Jahren wird im Journalismus über den richtigen Umgang mit der AfD diskutiert. Angesichts der Radikalisierung und des gleichzeitigen Popularitätsgewinns der Partei stellt sich diese Frage verschärft – vor allem auch im Vorfeld der Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Die Sozialwissenschaftlerin Hannah Hecker forscht an der Universität Tübingen über den medialen Umgang mit der AfD in politischen Talkshows und den damit verbundenen Strategien rechter Akteure, die Grenzen des Sagbaren zu verschieben. In einem einführenden Vortrag zeigt sie Beispiele für Normalisierungsversuche der AfD auf und macht Vorschläge für einen verantwortungsvollen journalistischen Umgang mit diesen Strategien. Im Anschluss diskutiert sie mit den Teilnehmenden über deren Fragen und Beispiele aus dem journalistischen Arbeitsalltag.
Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert vom Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung (Wi-REX) und dem Institut für Journalistik (IJ) an der TU Dortmund. Moderation: Sigrun Rottmann (IJ).
Anmeldungen bitte an info(at)wi-rex.de.
Hannah Hecker ist Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem DFG-Forschungsprojekt »Die Aushandlung von Sagbarkeitsgrenzen in politischen Diskursen. Eine Analyse parlamentarischer, massenmedialer und zivilgesellschaftlicher Öffentlichkeiten« am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen.