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SciCAR-Konferenz am 5. und 6. September 2025

Am 5. und 6. September bringt die SciCAR-Konferenz Journalist:innen, Forschende und Datenexpert:innen zusammen, um den Austausch über Disziplinen hinweg zu stärken. Keynotes von Prof. David Schiller und Ida Reihani bieten spannende Einblicke in die Themen Datenrettung und die datenbasierte Berichterstattung über Migration.

Bereits zum neunten Mal versammelt die SciCAR-Konferenz Anfang September Journalist:innen, Forschende und Datenexpert:innen in Dortmund, um innovative Kooperationen im Bereich des datengetriebenen Journalismus zu fördern und den Austausch von Ideen, Methoden und Projekten über Disziplinen hinweg zu stärken. Die Themenschwerpunkte 2025 im Überblick:

  • Demokratie, Politik und Öffentlichkeit: Datenrettung, Datenspenden und die datenbasierte Analyse politischer Trends
  • Die Energiewende tracken: Recherchen und Datenquellen rund um Energie und Klimapolitik
  • Advanced Methods: Innovative Techniken und Werkzeuge für datenjournalistische Recherchen, etwa in Leaks oder mithilfe von Satellitenbildern
  • KI-Tools für Datenrecherchen: wie Künstliche Intelligenz neue Wege für Analyse und Automatisierung eröffnet

Veranstalter der Konferenz sind Netzwerk Recherche e.V., das Institut für Journalistik (IJ) der TU Dortmund, die Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK) sowie das Science Media Center Germany (SMC). Veranstaltungsort ist das Erich-Brost-Haus auf dem Campus der TU Dortmund, Otto-Hahn-Straße 2.

Am 5. September eröffnet Prof. David Schiller mit seiner Keynote „Datenrettung in der Demokratie“ die Konferenz. David Schiller ist seit 2019 Professor für Datenmanagement an der Fachhochschule Graubünden (Chur) in der Ostschweiz. Er ist zudem European Secretary der Organisation IASSIST (International Association for Social Science Information Service & Technology), die im Februar 2025 das Data Rescue Project zur Datenrettung von US-Regierungsdaten ins Leben gerufen hat. Zuvor arbeitete David Schiller im Bereich Datenmanagement und Datenverfügbarkeit beim Nationalen Bildungspanel an der Universität Bamberg, am Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung sowie beim deutschen Datenarchiv für die Sozialwissenschaften (gesis).

In seiner Keynote beschreibt David Schiller am aktuellen Beispiel USA die Herausforderungen und den Bedarf zur Rettung von Daten in der Demokratie. Dass nach einem Regierungswechsel Daten gesichert werden müssen, ist nichts Neues. Die aktuelle Situation ist aber anders: Nun sind es die Expert:innen und deren Organisationen, denen die Möglichkeit genommen wird, Datenbestände zu verwalten und verfügbar zu machen – und die aktuelle Regierung scheint wenig Interesse an objektiven Datenbeständen zu haben. Die Keynote beschreibt die Vorgänge in den USA anhand von Beispielen zu Daten, Institutionen und Personen aus soziologischer, historischer und Datenmanagement-Perspektive.

Am 6. September spricht Ida Reihani in ihrer Keynote „Data Stories of Migration: What's left behind and what gets recorded“. Als Science Communications Officer für das Projekt „Algorithmic Fairness for Asylum Seekers and Refugees“ (AFAR) an der Hertie School sowie Produktionsleiterin des unabhängigen Nachrichtenkanals Barely Informed bringt sie ihre vielseitige Erfahrung aus Journalismus und Wissenschaftskommunikation ein. Ihre bisherigen Arbeiten umfassen Beiträge für Business Insider und Newsweek sowie preisgekrönte Dokumentationen über europäische Politik und digitalen Autoritarismus – darunter ihr Film „How Iran Targets Activists Everywhere“, der beim Press Play Prague Journalism Film Festival ausgezeichnet wurde. 

In ihrer Keynote beleuchtet Ida Reihani, wie datenbasierte Systeme öffentliche Narrative und politische Entscheidungen prägen. Sie zeigt auf, wie algorithmische Prognosen oder fehlende Datenfelder die Wahrnehmung beeinflussen können und wie auch Abwesenheit eine entscheidende Rolle in Geschichten spielt.

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